Rebberg Chillesteig

Der „Chillesteig“ ist seit jeher die prominenteste aller Höngger Reblagen, wobei die reformierte Kirche und der Rebberg eine visuelle Einheit bilden, welche als Höngger Wahrzeichen das Dorf nach aussen quasi symbolhaft und vom Limmattal her weithin sichtbar repräsentiert.

Kirche Höngg und „Chillehügel“ um 1780 auf einer Zeichnung von Christoph Kuhn (1737-1792)(Baugeschichtliches Archiv der Stadt Zürich )

Über Jahrhunderte war der Hang zwischen dem Dorf und der Limmat vollständig mit Reben bepflanzt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts musste in Höngg die Weinproduktion  an fast allen Reblagen wegen der seit 1886 grassierenden Reblaus-Epidemie und des Aufkommens des „falschen Mehltaus“ bis auf ca 2.5 ha (Stand 1960)  vollständig aufgegeben werden; 1942 wurden die letzten Rebstöcke am Höngger „Chillehügel“ gerodet.

Erst 1968 wurde der prominente Rebberg am Chillesteig auf Initiative von Heinrich Zweifel (Zweifel Weine) als erste der Höngger Reblagen wieder mit Reben bestockt:

Jahr der Rekultivierung: 1969
Gesamt-Rebfläche heute: 3.2 ha / 32‘000 m2
Eigentümer heute: Grün Stadt Zürich
Bewirtschaftung heute: Gutsbetrieb Juchhof der Stadt Zürich
Kelterung, Ausbau und Lagerung: Zweifel Weine, Höngg
Angebaute Sorten/Ertrag:
Pinot Noir („Clevner“)
Riesling x Silvaner
Räuschling
Pinot Gris
Prior
Cabernet Dorsa

Diese Tafel wurde durch die Sika ermöglicht.